Hallo, darf die Saftkiste dauerhaft ( z.B. im Winterlager oder bei einem längeren Aufenthalt am Campingplatz) am eingeschalteten Ladegerät hängen ohne dass Sie Schaden nimmt?
Bisher habe ich das im Winter so gehandhabt, dass die Saftkiste dauerhaft eingeschaltet war (es sind einige kleine Verbraucher im WoMo aktiv), das Ladergät ausgeschaltet (Landstrom abgesteckt) und ich über die App den Ladezustand kontrolliert habe. Bei ca. 20% Ladezustand dann Landstrom und Ladegerät angesteckt bis Ladezustand 100% und dann das gleiche "Spielchen" von vorne.
Das ist natürlich etwas unkomfortabel. Es wäre mir lieber wenn ich die Saftkiste dauerhaft am Landstrom hängen lassen könnte.
In der App ist der Ladeerhaltungsmodus "Standart" eingestellt. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte dieser Modus eigentlich genau für meinen Anwendungfall gedacht sein. Oder?
Für einen LiFePO4-Akku ist es grundsätzlich nicht ideal, über längere Zeit auf 100 % Ladezustand gehalten zu werden. Das beschleunigt auf Dauer die Alterung der Zellen, daher sollte man diesen Zustand möglichst vermeiden.
In der Praxis ist das aber meist unkritisch, wenn das Ladegerät eine Erhaltungs- bzw. Float-Ladung besitzt. Gute Ladegeräte reduzieren nach dem vollständigen Laden die Spannung auf etwa 13,6 V. In diesem Bereich wird der Akku nicht mehr wirklich „vollgedrückt“, sondern nur auf einem stabilen Niveau gehalten – damit gibt es auch bei längerer Landstromverbindung normalerweise keine Probleme.
Wenn Ihre Ladegeräte diesen Modus nicht besitzen, erst dann macht der Ladeerhaltungsmodus der Saftkiste Sinn.
Kurz gesagt: Dauerhaft 100 % sollte man vermeiden – mit einem Ladegerät, das auf ca. 13,6 V Erhaltungsladung geht, und der Saftkiste mit automatischer Heizung ist der Winterbetrieb am Landstrom aber problemlos möglich.
mach dir nicht zu viele Sorgen bezüglich der richtigen Spannung 😉 die Zellen sind viel haltbarer als man erst einmal denkt.
Deine Einstellung von 13,5V ist schon sehr gut für typische Lithium-Eisenphosphat-Zellen wie in der Saftkiste. Theoretisch wäre eine geringere Spannung zwar noch besser, aber darüber musst du dir keine allzu großen Sorgen machen.
In Abbildung 5 aus diesem Artikel sieht man ganz gut, dass eine Spannung um 3,3V pro Zelle (13,2V Batteriespannung) schon ziemlich gut ist. Besser wären noch 3,2V pro Zelle (12,8V Batteriespannung). Wenn du die Spannung für die Erhaltungsladung also noch weiter absenken kannst, tu das gerne, 12,8V wären praktisch der beste Wert. Die Zellen in der Saftkiste sind natürlich andere als in dem Artikel, aber ich gehe mal davon aus, dass sich die Ergebnisse ganz gut übertragen lassen.
Lass dich auch nicht von der starken Alterung in der Abbildung überraschen. Das ist normalerweise nur in den ersten paar Jahren so und wird dann ein gutes Stück langsamer.